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Technik

Für die Steinarbeit benutze ich vorwiegend Elektro- und Pressluftwerkzeuge, um den Arbeitsprozess zu beschleunigen. Dem geht die jahrelange Arbeit mit Handwerkzeugen vorraus, um ein Gefühl für den Charakter und die Eigenschaften des Materials zu entwickeln, die ich zu respektieren suche. Die Endbearbeitung meiner Skulpturen erfolgt in jedem Fall mit den Händen, den universellsten und sensibelsten Instrumenten, die wir haben.

Die handwerkliche Seite der Bildhauerei erachte ich als wichtig. Aber noch wichtiger ist es, sich nicht von deren Regeln bestimmen zulassen. Ich arbeite ständig an einer gewissen Flexibilität, die mir erlaubt, Risiken einzugehen und das Unvorhersehbare zu provozieren - dies ist meine Technik, Routine zu vermeiden und das Wesen der jewelligen Skulptur zu entdecken.

Bohrlöcher

In der jüngsten Zeit verwende ich das Bohrloch als eigenständiges Ausdrucksmittel. Löcher, sofern sie nicht rein destruktiv sind, machen neugierig, bergen ihr Geheimnis und erlauben dem Betrachter, wie durch ein Fenster in den Stein hinein-, bzw. durch ihn hindurchzuschauen. Der Betrachter überwindet so die Oberfläche des Steins, wenn er dieser Neugierde folgt.

Das Loch ist eine Unterbrechung des kontinuierlichen Volumens, fast immer auch ein wenig schockierend, aber zugunsten der erwähnten Perspektiven, die mit dem Inneren des Steins zutun haben. Das Schaffen von Innenräumen, das Ausloten der Materialtiefe und die hierbei auftretenden Lichtphänomene - darin liegt für mich der Reiz, den Marmor zu bohren!

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